Mal ganz ehrlich, wir alle kennen Sie, die Lust auf Veränderung.

Bei mir stellte sie sich Ende letzten Jahres ein. Dabei ging es ausschliesslich um die berufliche Lage.

Ich fragte mich:

– Wo stehe ich in einem Jahr?

– Wo in drei Jahren?

– Wo in fünf Jahren?

Zur Unterstützung legte ich mir noch die Karten.

Die Antwort war klar. Ich muss etwas verändern, nur wusste ich nicht in welche Richtung ich mich beruflich orientieren sollte. Ich begann mir meine Interessen bewusst zu machen und entwickelte ein Bauchgefühl für:

– Ja das will ich !

– Nein das will ich nicht !

Ich durchpferchte die Berufsbilder in der Schweiz nach Ja oder Nein,  und sortierte dann die aus die ausserhalb meiner Möglichkeiten lagen.

Als ich dann eines Tages in einem Tram sass und 20 Minuten ( Tagblatt ) lass, kam mir die Erleuchtung. In dieser Zeitung fand ich eine Stellenanzeige der VBZ. Der Verkehrsbetriebe Zürich. Sie suchen Trämlerinnen (Strassenbahn Fahrerinnen).

Das fand ich spannend und mein Ja -Bauchgefühl meldete sich sofort.

3 Monate später hatte ich alle Tests bestanden und den Vertrag unterschrieben.

Jetzt kann ich auch sagen: Meins ist 36 Meter lang :o))) ( Ein Cobra-Tram mit 7 Wagen )

Ab 1.5.11 also bitte Vorsicht auf Zürichs Strassen, ich komme mit dem Tram ;o)

Mittlerweile gab es noch jede Menge andere Lust auf Veränderung. Das Tram fahren war nach einem Jahr vorbei. Mir fehlten die sozialen Kontakte und das frühe Aufstehen ist auch nicht meins. Ich fand eine angenehme Stelle in einer Krippe um weiteres zu überdenken.

Meine Entscheidung kam mit der Berufsberatung. Ich wurde Pflegehelferin in einem Altenheim. Diese Arbeit mache ich nun seit 2 Jahren und geniesse es. Um weiterzukommen in diesem Beruf habe ich das Vallidierungsverfahren  zur FaGe (Fachangestellte Gesundheit) begonnen über das ich noch berichten werde.

Die andere Lust auf Veränderung drehte sich um Weiterbildung. Mit der Frage welche Weiterbildung möchte ich machen stellte sich im letzten Herbst. Es sollte auf alle Fälle nichts mit Pädagogik und Psychologie im eigentlichen Sinne zu tun haben.

– Marketing ?

– Massage ?

– Wellnesstrainerin ?

– Autorin ?

Da hatte ich es bereits, das Ja-Bauchgefühl. Ich entschied mich für den „Autorin werden-Schreiben lernen“ Fernkurs der Klettakademie. Sehr zu empfehlen.

Bei soviel Veränderung ist eines geblieben, nämlich die Affinität zum Kartenlegen, worüber ich auch wieder bloggen werde.

18.02.2011

Sex und Aggression

Sex und Aggression sind bei Maslow kein Thema. Obwohl beide die Triebkräfte unseres Lebens sind. Das sie nicht vorkommen stammt wahrscheinlich daher, das zu dieser Zeit niemand genaues darüber wusste oder es ein Tabu Thema war.

Noch immer ist umstritten ob Sex und Aggression körperlich oder geistig einzuordnen sind. Hormonell oder neurologisch.

Aggression ist eine angeborene Energie. Sie diente der Arterhaltung. Allerdings ist sie durch Zivilisation in den Hintergrund gerückt. Im Zusammenhang mit modernen Waffen wurde sie sogar gefährlich.

Aggression zügeln zu können ist Bedingung für die Eingliederung in unser soziales Leben.

Dies muss bei Schwierigkeiten bewusst trainiert werden.

Zum Beispiel durch:

– Abreaktion beim Sport

– Impuls Kontroll Training

– Mentales Training, Selbstbeobachtung, Verhaltenstherapie

– Kontrolle der Stimulantien (Alkohol,Videospiele, Horrorfilme, Jugendbanden, Fanclubs)

Sex

Sexualität regt sich ungefragt. Sie sollte am Anfang allein ausgeübt werden. Um sich selbst zu erforschen.

Zu Zweit sollte die Sexualität dann erst ausgelebt werden, wenn zumindest ein Grundverständnis von Verhütung und eventuellen Folgen von nicht Verhütung anzutreffen ist.

Dazu gehören:

– Selbstschutz (Aids, Schwangerschaft), Zukunftspläne

– Partnerverantwortung

– Kinder bekommen und versorgen, Familie

Die Kontrolle der Sexualität findet durch gesellschaftliche Tabus statt, durch Erziehung, durch Aufklärung.

Zu starke Kontrollen und Verbote lösen allerdings Tabuverletzungen aus und damit Konflikte.

Sex gehört laut Kirche offenbar zur Selbstverwirklichenung: Berufskatholiken verzichten auf ihre Sexualität.

Das das nicht gut funktioniert zeigen zahllose Skandale.

Die ältere Pädagogik hätte Sex gerne im Bereich der Liebe untergebracht. Nur braucht nicht Jede / Jeder Liebe um Sex zu haben. Es geht auch ohne.

Ein ehrlicher Mensch weiss das Sex ein Grundbedürfniss ist.

Mit diesem Wissen können wir verstehen, welche Ursachen Konflikte haben, und uns davor bewahren, in den Teufelskreis der Eskalation zu tappen.

Wie können wir die Konfliktlösung strukturieren?

Darum gehts im nächsten Artikel.

Konflikt Signale können durchaus als Kommunikations Schutzreflexe angesehen werden.

Die in der Steinzeit sinnvoll waren. Damals stellte alles Fremde und Neue eine Gefahr da.

Gefühl:                                    Äusserung:

Ich kenne X nicht                    Ich lehne X ab

Ich beneide Y                         Ich verspotte Y

Ich habe Angst vor Z              Ich hasse Z

Triebkraft dieser Gefühlsäusserungen ist die Aggression. Eigentlich ist dies eine defensive Energie.

Auslöser für Konflikte kann ein banaler Anlass sein, der „das Fass dann zum Überlaufen bringt“, oder ein Anstifter, der eigene Motive hat.

Zum Anstifter kann jeder werden, der die Grundenergie Aggression im Übermass hat und sie nicht kontrollieren kann oder will, weil andere Gefühle ihn zusätzlich stimulieren.

Diese Aggressions Impulse von der Meta Ebene aus zu erkennen und zu überwinden, verlangt Fähigkeiten die es gilt zu erlernen: Selbstdisziplin und Diplomatie.

Um Impulse zu erkennen und zu beherrschen bedarf es dem Impuls Kontroll Training aus der Verhaltenstherapie.

Woher die Gewalt kommt, obwohl wir satt und ausgeschlafen sind ? Zum Beispiel Schulschlägereien usw. Das kann nicht allein mit dem Maslow Schema erklärt werden.

Im nächsten Artikel befass ich mich mit weiteren Auslösern, zum Beispiel der Energie Sex.

Als erstes möchte ich Ihnen die Bedürfnispyramide nach Maslow vor
stellen.

Auslöser von Konflikten ist meist die Verletzung dieser Bedürfnisse von einem der Beteiligten.

Dieser reagiert dann aggressiv.

Der Mensch ist von diesen Stufen gesteuert laut Maslow.

Erst wenn z.B. das Sicherheitsbedürfniss erfüllt ist, pflegt der Mensch seine sozialen Kontakte.

Eine Kultur kann aber erst entstehen wenn die Grundbedürfnisse, wie Nahrungserwerb und Wohnung gesichert sind. Dann bleibt Zeit auch an anderes zu denken.

Wer hungert nimmt Sicherheitsrisiken in Kauf:

Denn akute Bedürfnisse auf jeder Stufe blenden die darüberliegenden Stufen aus den Interessen des Menschen aus.

Und es geht auch anders herum:

In Krisensituationen fallen die Menschen auf eine untere Stufe zurück. Meist auf die dumpfer Gewalt.

Die Maslow-Pyramide zeigt die Grundlagen für Konflikt-Verständnis auf.

Diese Ebene nennt sich dann die Subjekt Ebene.

Besteht ein Konflikt auf der Subjekt Ebene ist der nächste Schritt die Meta Ebene.

Meta

Unter diesem Link finden Sie ein Modell der Ebenen.

Die Meta Ebene ist die Kommunikationsebene auf die wir uns dann begeben.

Ihre Inhalte sind:

Sprache, Organisation und Methodik.

Dieses Niveau ist nicht mehr materiell fassbar, sondern existiert nur im Denken.

Nächstes Mal blogge ich über Konflikt-Signale .

14.01.2011

Woischt Puff?

Das heisst übersetzt soviel wie : Willst Ärger?

Nach dem Thema Problemlösung schliesse ich jetzt das Thema Konfliktlösung an.

Anschliessend das Impuls Kontroll Training um den Kreis zu schliessen.

Gerade diese Themen sind es die uns immer wieder im Alltag begegnen und deshalb interessant sind.

Ich habe noch einen Blog gefunden der auch viele Psychologische Themen und Linktips gibt.

http://www.alltagsforschung.de/10-deutsche-blogs-zum-thema-psychologie/comment-page-1/#comment-4656

Viel Spass beim stöbern !

Alle Jahre wieder nehmen sich die Menschen, auch ich, vor: Im Neuen Jahr verändere ich…..

Manch einer hört mit dem Rauchen auf, andere halten Diät und einige andere Veränderungen werden angestrebt.

Was genau macht Veränderung mit uns ? Wie gehen wir sie an?

Fast alle Veränderungen haben Vorzeichen. Entscheidend ist nur, ob wir diese Vorzeichen wahrnehmen und dann auch danach handeln.

In der Regel haben wir sehr viele Möglichkeiten, zu erkennen, in welche Richtung etwas verlaufen wird. Wir müssen nur die Augen offen halten, uns aktiv darum bemühen die wichtigen Informationen zu erhalten und dann entsprechend damit umgehen. So können Sie selbst Ihr Leben gestalten und eine selbstgewählte und für Sie vorteilhafte Veränderung bewirken (z.B. rechtzeitig einen besseren Job suchen), bevor Sie nur noch auf Veränderungen von außen reagieren können (die Kündigung).

Wenn uns eine Veränderung scheinbar aus heiterem Himmel trifft, befinden wir uns an einem Punkt, an dem wir nichts anderes tun können, als auf die Veränderung zu reagieren. Unsere Handlungsmöglichkeiten sind dann sehr eingeschränkt und es geht oft nur noch darum, Schaden zu begrenzen.

Im Vorfeld hätte es sicher einige Möglichkeiten gegeben, die Situation selbst aktiv zu gestalten. Viele Menschen sind aber zu bequem, zu ängstlich oder auch einfach zu unachtsam bezüglich der kleinen und großen Signale, mit denen sich eine Veränderung häufig ankündigt.

Vielleicht hätten Sie im Vorfeld erkennen können, dass Ihr Arbeitsplatz gefährdet ist (z.B. weil verstärkt Maschinen die Arbeit Ihrer Kollegen übernommen haben).

Sie hätten dann die Möglichkeit gehabt, Ihre weitere Zukunft in Ruhe zu planen, sich einen neuen Job zu suchen oder sich in der Firma in einem bestimmten Feld unentbehrlich zu machen.

Wenn wir aber alle Zeichen ignorieren und hoffen, dass alles beim Alten bleibt, kommt irgendwann der Augenblick, in dem die Veränderung – im Beispiel die Kündigung – uns tatsächlich wie ein Schicksalsschlag trifft, auf den wir nur noch reagieren können.

Dann fühlen wir uns in der Regel überfordert, hilflos und sind sehr verunsichert.

Ganz anders fühlen Sie sich, wenn Sie das, was um Sie herum passiert, bewusst wahrnehmen.

Kleine Signale erkennen und wenn Sie beginnen, Veränderungen selbst bewusst anzustoßen.

Nun können Sie Entscheidungen bezüglich anstehender Veränderungen selbst treffen. Sie müssen nicht mehr nur reagieren. Sie entscheiden sich dann  vielleicht auch bereits für eine Veränderung,  selbst wenn es eigentlich noch nicht zwingend notwendig ist.

Das nennt sich dann Vorbeugen.

Ein solcher Zeitpunkt ist z.B. gekommen, wenn Sie kleine Anzeichen für gesundheitliche Probleme bemerken. Vielleicht  bekommen Sie das Symptom mit ein bisschen Erholung oder mit Medikamenten wieder in den Griff.

Hier wäre es aber sicher angebrachter, einmal zu überlegen,  ob Sie etwas an Ihrer Lebensweise ändern müssen. Tun Sie es nicht, könnte irgendwann der Punkt kommen, an dem Sie ernsthaft erkranken.

Dann sind Sie gezwungen, etwas zu tun.

Idealerweise reagieren Sie allerdings schon, bevor die ersten Schwierigkeiten kommen.

Mit diesen Gedanken über Veränderungen verabschiede ich mich in das Jahr 2011 und wünsche allen meinen Lesern, und deren Angehörigen einen guten Rutsch !!!

Ich stosse mit Ihnen auf ein erfolgreiches Jahr 2011 an !

Cheers

22.12.2010

Merry Christmas

Es ist ein Jahr herum und es ist fast Weihnachten.

Seit Oktober gibt es schon Weihnachtsgebäck und Weihnachtsschoggi, Weihnachtsmusik ist viel zu hören.

Es hat schon geschneit, aktuell ist allerdings Föhn und es ist ziemlich warm.

Weihnachtsmärkte wurden besucht, heute gehts nach Basel.

Und so bleibt mir nur allen eine Frohe Weihnacht zu wünschen.

Bleiben Sie gesund und lassen Sie sich die Festtagsbraten schmecken, feiern Sie im Kreis Ihrer Lieben und lassen Sie es sich gutgehen.

Dasselbe werde auch ich tun.

Fröhliche Weihnachten !

Sobald Lösungen funktionieren, kann überlegt werden ob die Lösungen für dieses Teilproblem auch auf andere Teilprobleme übertragbar sind.

Dies sollte am Besten immer schriftlich festgehalten werden.

Denn mit der Zeit wird ein individuelles Problemlöseheft entstehen, in das Sie immer wieder hineinschauen und Lösungen finden werden.

Vielleicht kaufen Sie zu diesem Zweck ein ganz besonders schönes Heft oder einen Ordner und stellen es dort hin wo Sie es immer in Sichtweite haben.

Sie werden den Effekt bemerken das Probleme wesentlich weniger Schrecken verbreiten als sie es bislang taten.

Die Lösung ist in Ihnen !

5. Schritt ist das Ausprobieren der Lösungen oder Probehandeln

Probieren Sie nun die erdachten Lösungen aus. Befolgen Sie die Teilschritte und schreiben Sie alles genau auf.

Zum Beispiel wie Sie sich beim Probehandeln mit Lösung XY fühlen. Ob es Sie weiterbringt. Analysieren Sie auch haarklein warum eine erdachte Lösung nicht funktioniert.

Probieren Sie die nächste Lösung aus.

6. Schritt ist die Bewertung des Probehandelns

Nach Durchführung des 5 ten Schrittes  wird das Probehandeln mit Hilfe der Aufzeichnungen analysiert.

Welche Aspekte waren erfolgreich, welche weniger. Gab es Fortschritte, wurde Ihr Leben verändert?  War die Wirksamkeit jedes einzelnen Lösungsversuch so wie Sie es sich vorstellten?

Am Ende sollen Sie sich sicher sein welche Problemlösung zu welchem Problem gehört und wie Sie weiter verfahren wollen.

Am Ende kann auch das verwerfen der Problemlösung stehen und Sie beginnen von Neuem.

Beim nächsten Mal blogge ich über die Transferplannung. Den letzten Schritt.

Auf dem Weg zur Problemlösung ist es wichtig kleine Teilziele zu formulieren.

Die Teilziele sollen überschaubar und zeitlich befristet sein.

Sie müssen konkret sein, damit Sie feststellen können das Sie Fortschritte auf dem Weg der Problemlösung gemacht haben.

Die Teilziele müssen realistisch sein, und unter realistischen Bedingungen erreichbar sein.

Zudem müssen die Teilziele einen Einfluss auf Ihr Leben nehmen.Sie müssen für Sie spürbar sein.

Setzen Sie die Teilziele so, das Sie es auch akzeptieren können wenn Sie ein Teilziel mal nicht erreichen.

Die Zielanalyse ist das Herzstück des Lösungstrainings.

Nach der Zielanalyse werden Lösungsmöglichkeiten für die Teilprobleme erarbeitet.

Am besten machen Sie ein Brainstorming und schreiben alle Lösungsmöglichkeiten für Ihre Teilziele auf.

Bewerten diese nach Durchführbarkeit und entscheiden sich für jeweils eine Variante.

Wichtig ist: Durchführbarkeit, eine langfristige positive Konsequenz für Sie, Sie können Ihre Wahl der Lösungsmöglichkeit ausschliesslich positiv argumentieren.

Nächstes Mal blogge ich dann über das Ausprobieren der Lösungen, bzw. Probehandeln und die Bewertung des Probehandelns.

Fragen dürfen auch gern per E-Mail an mich gestellt werden. Nein Sie müssen nicht als Kommentar hier stehen.